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Rückkehrervereinigungen

Die vielfältigen Maßnahmen deutscher Institutionen zur Förderung des Kultur- und Wissenschaftsaustausches (Mittlerorganisationen) wie beispielsweise die Vergabe von Forschungsstipendien und Forschungspreise an Studenten, Wissenschaftler und Hochschullehrer werden grundsätzlich von der Nachkontaktarbeit (Nachbetreuung follow-up) begleitet. Diese hat das Ziel, den Kontakt zu den ehemals durch die Mittlerorganisationen geförderten Personen langfristig aufrechtzuerhalten, sie in ihrem Arbeitsumfeld und in ihren Institutionen zu stärken und ihre Zusammenarbeit mit deutschen Fachkollegen nachhaltig und breitenwirksam zu fördern. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich Nachbetreuung und Erstförderung verschiedener Förderprogramme derselben oder einer anderen Mittlerorganisation ergänzen, so dass ein langfristiger Kontakt zu mehreren Kooperationspartnern in Deutschland erreicht werden kann. Durch die Nachkontaktarbeit sowie mit Hilfe umfangreicher Datenbanken der ehemaligen Geförderten soll nicht nur der regelmäßige Kontakt der Mittlerorganisationen zu den Ehemaligen in aller Welt erleichtert, sondern darüber hinaus eine Netzwerkbildung der Ehemaligen untereinander und eine gezielte fachliche Unterstützung ermöglicht werden.

 

Die Nachkontaktarbeit setzt jeweils mit Ende der ersten Förderung ein und kann – abhängig von den einzelnen Mittlerorganisationen – über viele Jahre fortgesetzt werden. Für die Nachkontaktarbeit kommen grundsätzlich nur jene Personen in Frage, die durch eine bestimmte Mittlerorganisation zu einem früheren Zeitpunkt bereits gefördert wurden.

 

Das Instrumentarium der Nachbetreuung durch die Mittlerorganisationen reicht von der Bereitstellung von Zeitschriften, der Bewilligung von Buch- und Gerätespenden, Wiedereinladungen der Stipendiaten bzw. Wiederaufnahme des Stipendiums über fachliche Nachkontaktveranstaltungen (Fachsymposien) bis zur Unterstützung sogenannten Rückkehrervereinigungen in den jeweiligen Heimatländern. Die Rückkehrervereinigungen sind Ansprechpartner sowohl für ehemalige Stipendiaten der Mittlerorganisationen als auch für solche Personen, die ihre Aus- und Fortbildung in Deutschland aus eigenen Mitteln finanziert haben, d. h. in den meisten Fällen handelt es sich um offene Vereinigungen. Die Rückkehrervereinigungen sind wichtige Multiplikatoren vor Ort. So stehen diese Vereinigungen z. B. als Ansprechpartner zur Beratung neuer Forschungsstipendiaten vor deren Abreise nach Deutschland zur Verfügung. Auch bei der Betreuung deutscher Studenten und Wissenschaftler im Ausland wirken sie erfolgreich mit und sind oftmals entscheidende Anlaufadressen.

 

Derzeit gibt es über 350 Rückkehrervereinigungen ausländischer Stipendiaten und Preisträger der Alexander-von Humboldt-Stiftung (AvH), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der InWEnt gGmbH (Fusion der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung und der Carl-Duisberg-Gesellschaft) und der Goethe-Institute in 144 Ländern, deren Adressen Sie der Adresstabelle mit Länderalphabet entnehmen können.

Alumniportal Deutschland - Das Portal für Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland studiert oder bei einer deutschen Förderorganisation eine Aus- oder Weiterbildung absolviert haben. Das gemeinsame Onlineportal von InWEnt, DAAD, AGEF, ZAV und dem Goethe-Institut, ermöglicht den jährlich über 230 000 internationalen Alumni sich untereinander und mit deutschen Institutionen auf Dauer zu vernetzen.

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