Das Goethe-Institut unterstützt mit dem Förderprogramm Übersetzungen deutscher Bücher in eine Fremdsprache ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur und übernimmt einen Teil der Übersetzungskosten.
Die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt mit ihrem Übersetzungsförderungsprogramm für Belletristik aus Afrika, Asien und Lateinamerika die Übersetzung von Werken aus den genannten Regionen, die bisher nicht oder nur unzureichend in deutscher Übersetzung vorliegen sowie Werke aus Ländern, deren Literatur nur unzulänglich auf dem deutschsprachigen Buchmarkt vertreten ist. Das Programm wird vom Auswärtigen Amt und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia finanziert.
Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützt im Rahmen der Verlags- und Übersetzungsförderung Moving Words Schweizer Literaturverlage, die Verlags- und Übersetzungsförderung kombinieren. Damit soll die editorische Kompetenz im Bereich der Literaturübersetzung gesteigert und der literarische Austausch in der Schweiz sowie die Präsenz der Schweizer Literatur auf den internationalen Buchmärkten gestärkt werden.
Die Europäische Union fördert im Rahmen des Programms Kultur 2007-2013 Verleger und Verlagshäuser, die qualitativ hochwertige europäische Literatur in die verschiedenen Sprachen übersetzen. Nähere Informationen im Programmleitfaden.
Die Fritz Thyssen Stiftung, die VG Wort, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und das Auswärtige Amt fördern die Übersetzung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Werke in die englische Sprache. Mit der Auszeichnung Geisteswissenschaften International werden Werke unterstützt, deren Übersetzung ins Englische für den Wissenschaftsstandort Deutschland von Bedeutung ist.
Das Förderprogramm Literarische Brückenbauer der Robert-Bosch-Stiftung richtet sich an professionelle Literaturübersetzer aus dem Deutschen und ins Deutsche aus den Ländern Mitteleuropas, Südosteuropas, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), China sowie Deutschland, der Schweiz und Österreich. Ein besonderes Augenmerk der Programme liegt auf dem Austausch und Vernetzung der Übersetzer untereinander, die Verankerung in der aktuellen Literaturszene und die Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung der Kunst des Übersetzens und des Engagements von Übersetzern.
Das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen organisiert verschiedene Seminare, die dem Erfahrungsaustausch zwischen Übersetzern dienen. Außerdem bietet es zweisprachige Übersetzungswerkstätten, die sich auf ein bestimmtes Sprachenpaar konzentrieren und in denen Muttersprachler und Übersetzer die Möglichkeit haben, eigene Texte miteinander zu diskutieren.
Das Literarische Colloquium Berlin fördert den Austausch zwischen Übersetzern durch die Veranstaltung von Seminaren und Vorträgen sowie den jährlich stattfindenden Übersetzertag mit Lesungen, Kurzvorträgen und literarischen Darbietungen.
Das Förderprogramm Literarische Brückenbauer der Robert-Bosch-Stiftung richtet sich an professionelle Literaturübersetzer aus dem Deutschen und ins Deutsche aus den Ländern Mitteleuropas, Südosteuropas, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), China sowie Deutschland, der Schweiz und Österreich. Es werden Arbeitsstipendien vergeben, die je nach Bedarf von einer Woche bis zu einem Monat umfassen und in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin und dem Europäischen Netzwerk literarischer Zentren – Halma organisiert werden.
Das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen bietet literarischen Übersetzern, die mindestens zwei größere Übersetzungen publiziert haben und im Auftrag eines Verlags an einem Übersetzungsprojekt arbeiten, Arbeitsaufenthalte und Stipendien.
Die Übersetzerförderung des Literarischen Colloquiums Berlin richtet sich einerseits an Übersetzer mit der Zielsprache Deutsch sowie andererseits an Übersetzer deutscher Literatur. Daneben bietet es zweisprachige Übersetzerwerkstätten für Vertreter eines bestimmten Sprachenpaars.
Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia möchte mit ihrem Förderprogramm Moving Words die Qualität des literarischen Übersetzens in der Schweiz steigern.
Das Hieronymus-Programm, eine gemeinsame Initiative der Robert Bosch Stiftung und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bietet Nachwuchsübersetzern mit der Muttersprache Deutsch die Gelegenheit, im Europäischen Übersetzer-Kollegium Straelen an einem eigenen Übersetzungsprojekt zu arbeiten.
Das Goldschmidt-Programm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Bureau International de l’Édition Française organisiert. Es ermöglicht jungen Literaturübersetzern aus Frankreich und Deutschland, Verlage der beiden Länder kennen zu lernen und unter der Anleitung erfahrener Übersetzer an Übersetzungsprojekten zu arbeiten.
Der Deutsche Übersetzerfond bietet verschiedene Unterstützungsprogramme, darunter auch Arbeits- und Reisestipendien, für Übersetzer fremdsprachiger Werke ins Deutsche.
Das Netzwerk europäischer Literaturinstitutionen Halma vergibt zweimonatige Stipendien an Schriftsteller, Übersetzer und Literaturvermittler und organisiert deren Besuch in mindestens zwei Gastländern. In der Regel verbringt ein Stipendiat einen Monat im ersten Gastland und reist dann in ein zweites weiter.
Die Alfred Toepfer Stiftung und das Goethe-Institut vergeben an europäische Übersetzer vier bis achtwöchige Aufenthaltsstipendien auf Gut Siggen, um an der Übersetzung eines Werkes der deutschsprachigen Literatur zu arbeiten.
Das Übersetzerhaus Looren in der Schweiz bietet professionellen Literaturübersetzern aus allen Ländern Gelegenheit zu mehrwöchigen Arbeitsaufenthalten. Bis zu zehn Personen können sich dort ihrer Aufgabe widmen und gleichzeitig den Austausch mit anderen Übersetzern pflegen.
Die Robert-Bosch-Stiftung verleiht alle zwei Jahre den Karl-Dedecius-Preis für polnische Übersetzer deutscher Literatur und deutsche Übersetzer polnischer Literatur. Die nächste Preisverleihung findet 2011 statt.
Das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen vergibt in Kooperation mit der Kunststiftung NRW den Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW. Mit dem Preis sollen herausragende Leistungen auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung aus der deutschen in eine andere oder aus einer anderen in die deutsche Sprache gewürdigt werden.
Das Literarische Colloquium Berlin vergibt zusammen mit dem Goethe-Institut den Helen und Kurt Wolff Übersetzerpreis, mit dem jedes Jahr eine herausragende Literaturübersetzung vom Deutschen ins Englische, die im vorangegangenen Jahr in den USA veröffentlicht wurde, ausgezeichnet wird. Der Else-Otten-Übersetzerpreis wird alle zwei Jahre für die beste deutsche Übersetzung eines wichtigen literarischen Werkes aus dem Niederländischen verliehen.
Der Übersetzerpreis Tarabya der Ernst-Reuter-Initiative wird für herausragende literarische Übersetzungen aus dem Türkischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Türkische vergeben und vom Auswärtigen Amt und dem türkischen Kulturministerium verliehen.