Das Institut für Auslandsbeziehungen fördert mit dem Programm zivik internationale Friedensprojekte in Krisenregionen und berät sowohl Nichtregierungsorganisationen (NGOs) als auch das Auswärtige Amt in diesem Bereich. Das Programm fördert nicht nur zivile Konfliktbearbeitung, sondern leistet auch einen Beitrag zur Vernetzung staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.
Die Projekte lassen sich in die Themenbereiche unterteilen:
Qualifizierung von Multiplikatoren,
Aktuell betreut das Institut für Auslandsbeziehungen folgende Projekte:
Schulen des Friedens in Tschetschenien,
Friedensmarsch in Tadschikistan,
Kulturkarawane für den Frieden sowie Toleranz und Friedensprojekt in Burundi,
Friedenspädagogisches Sommercamp in Bosnien und Herzegowina,
Prävention und Bearbeitung von Landkonflikten in der Chiquitania/Bolivien.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung leistet mit der Vergabe von Forschungsstipendien an Wissenschaftler aus Ländern mit überwiegend islamischer Bevölkerung einen Beitrag zum Europäisch-Islamischen Kulturdialog.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst vergibt Stipendien an ausländische Studierende des viersemestrigen Masterstudiengang Peace and Conflict Studies und bietet spezielle Betreuungprogramme für Studenten aus dem Ausland an deutschen Hochschulen.
Er koordiniert die regionalen Sonderprogramme
Konfliktprävention in der Region Südkaukasus/Zentralasien und Moldau,
Strategisch Akademische Partnerschaft mit dem Irak,
Wiederaufbau der afghanischen Hochschulen,
Akademischer Neuaufbau Südosteuropa und
Unterstützung der Demokratie in der Ukraine.
Mit dem Programm Dialogue on Innovative Higher Education Strategies (DIES) unterstützt er Hochschulen in Entwicklungsländern bei der Entwicklung von Reformstrategien durch die Organisation folgender Aktivitäten:
Konferenzen zur Hochschulentwicklung,
Trainingskurse zur Behandlung von Fragen zum Hochschulmanagement,
Partnerschaften zur Förderung von Süd-Süd-Nord-Hochschulkooperationen,
Projekte zur Unterstützung regionaler Hochschulverbände beim Aufbau von Qualitätssicherungssystemen.
Der Deutsche Entwicklungsdienst stärkt lokale zivilgesellschaftliche Organisationen und kommunale Verwaltungen durch fachliche Beratung und unterstützt sie bei Bedarf durch finanzielle Zuschüsse. Er beteiligt sich am Zivilen Friedensdienst und entsendet Friedensfachkräfte, die sich in den Partnerländern für zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung einsetzen. Gegenwärtig arbeitet er in 47 Partnerländern in Afrika, Asien und Lateinamerika und betreut verschiedene Projekte.
In West- und Zentralafrika beispielsweise:
Beteiligung von Wanderviehzüchtern an dezentralen Entscheidungsprozessen in Niger.
Im östlichen und südlichen Afrika beispielsweise:
Aufbau lokaler Kompetenzen der Zivilen Konfliktbearbeitung in Äthiopien,
Beratung und Stärkung der Fachabteilung Friedensförderung in Sudan,
Friedensmuseum als Beitrag zur Vergangenheitsbearbeitung in Ruanda,
Förderung des friedlichen Zusammenlebens in Teso-Karamoja/Uganda.
In Asien beispielsweise:
Unterstützung Überlebender des Khmer Rouge Regimes beim Umgang mit Traumata in Kambodscha,
Stärkung der Nationalen Menschenrechtskommission in Nepal,
Stärkung der Rolle der Frau in der Zivilen Konfliktbearbeitung auf den Philippinen.
In Nahost und Zentralasien beispielsweise:
Stärkung lokaler Friedenspotentiale durch Theaterarbeit in Afghanistan,
Aufbau einer israelisch-palästinensisch-deutschen Dialogplattform in den Palästinensischen Autonomiegebieten.
In Lateinamerika und der Karibik beispielsweise:
Analyse, Monitoring und Transformation sozialer Konflikte in Bolivien,
Unterstützung von Bauernorganisationen bei der Bearbeitung von Landkonflikten in Guatemala,
Unterstützung bei der Erstellung eines Nationalen Opferregisters in Peru.
Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit fördert dezentrale staatliche und nicht-staatliche Strukturen sowie die Möglichkeiten der Menschen, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Bei und nach Konflikten stärkt sie Versöhnungsprozesse und unterstützt die Demobilisierung und Reintegration von Soldaten. Ein wesentliches Element ihrer Arbeit ist, die Sicherheit von Menschen zu erhöhen und Gewalt vorzubeugen.
Im Gebiet Asien und Pazifik ist die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in verschiedenen Ländern tätig, wo sie beispielsweise folgende Projekte betreut:
Wiederaufbau des Einwohnerwesens in Nanggroe Aceh Darussalam/Indonesien,
Kleinwaffenkontrolle und verbesserte Lagerung von Munition und Sprengstoff in Kambodscha,
Reintegration und Wiederaufbau in Rukum und Rolpa/Nepal,
Unterstützung der Friedensarbeit in Mindanao/Philippinen,
Friedenserziehung in Sri Lanka,
Unterstützung alternativer Konzepte zur Konfliktbearbeitung in Timor-Leste,
Armutsbekämpfung in den ländlichen Provinzen Tra Vinh und Ha Tinh/Vietnam.
Im Gebiet Mittelmeer und Mittlerer Osten ist die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in verschiedenen Ländern tätig, wo sie beispielsweise folgende Projekte betreut:
Beteiligungsorientiertes Entwicklungsprogramm in städtischen Ballungsgebieten in Ägypten,
Beratung in Krisenprävention und Konfliktbearbeitung im Jemen,
Technische Unterstützungseinheit für das integrierte Grenzmanagement im Libanon,
Programm zur Förderung der Zivilgesellschaft auf der kommunalen Ebene in den Palästinensischen Gebieten.
Im Gebiet Afrika südlich der Sahara ist die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in verschiedenen Ländern tätig, wo sie beispielsweise folgende Projekte betreut:
Förderung der Afrikanischen Union im Bereich Frieden und Sicherheit in Äthiopien,
Stärkung von Menschenrechten und sexueller Gesundheit in Burkina Faso,
Krisenprävention und Friedenssicherung im Südwesten der Côte d’Ivoire,
Dezentralisierung und Armutsminderung in Ghana,
Förderung der Rückführung und Reintegration von Flüchtlingen und intern Vertriebenen in Westafrika,
Forum für Dialog und Frieden in Malawi,
Armutsbekämpfung und Krisenprävention durch Förderung guter Regierungsführung in Ruanda,
Unterstützung des Staatsaufbaus im Süd-Sudan.
Im Gebiet Europa, Kaukasus und Zentralasien ist die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in verschiedenen Ländern tätig, wo sie beispielsweise folgende Projekte betreut:
Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Afghanistan,
Ausbau der Zivilgesellschaft und Stärkung lokaler demokratischer Strukturen in Albanien,
Förderung der kommunalen Demokratie im Südkaukasus,
Unterstützung der Rechts- und Justizreformen in den Ländern Zentralasiens,
Reformen zur Reduzierung der Gewalt gegen Frauen in Punjab/Pakistan.
Im Gebiet Lateinamerika und Karibik ist die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in verschiedenen Ländern tätig, wo sie beispielsweise folgende Projekte betreut:
Dezentrale Regierungsführung zur Unterstützung der nationalen Armutsbekämpfungsstrategie in Bolivien,
Jugendförderung und Gewaltprävention in El Salvador,
Förderung von Rechts- und Sicherheitspolitiken auf lokaler Ebene in Guatemala,
Beratung der Nationalen Kommission für Wiedergutmachung und Versöhnung in Kolumbien,
Das Goethe-Institut fördert mit seiner Initiative Kultur und Entwicklung durch spezifische Beratungs- und Bildungsprogramme Institutionen und Akteure aus Kultur, Medien und Gesellschaft vor allem in Ländern der Entwicklungszusammenarbeit. Diese Programme zielen auf berufliche Qualifizierung, beraten und fördern den Aufbau von Netzwerken und schaffen kulturelle und zivilgesellschaftliche Plattformen.
In Afghanistan organisiert es ein jährlich stattfindendes Theaterfestival, das mit der künstlerischen Verarbeitung und Darbietung aktueller gesellschaftskritischer Themen einen Beitrag zum Aufbau der Zivilgesellschaft und zur Konfliktprävention leistet.
Die InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung - vermittelt interdisziplinäre Managementtechniken und interkulturelles Fachwissen in Entwicklungs- und Transformationsländern. Mit ihren Programmen leistet sie einen aktiven Beitrag zur Friedensentwicklung und Krisenprävention.
Mit dem Kurs Friedenserziehung in Zentralamerika und Kolumbien werden Lehrerausbilder, Führungskräfte aus Bildungsministerien und Angestellte von Nichtregierungsorganisationen zu Friedenspädagogen und Trainern für Friedenspädagogik ausgebildet, die ihr neues Wissen zu Konflikttransformation, Menschenrechten oder Gender umsetzen.
Das Programm Entwicklungsdiplomatie vermittelt Führungskräften aus Partnerregierungen im südlichen Afrika Fachwissen in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaftskooperation, internationale und regionale Krisenprävention sowie Klimaschutz. Daneben erwerben die Teilnehmer Verhandlungs- und Kommunikationstechniken, um die Interessen ihres Landes im internationalen Diskurs auf Augenhöhe vertreten zu können.