Ziel der EU-Bildungsprogramme ist die berufliche Qualifizierung vor allem junger Menschen für das zusammenwachsende Europa durch berufliche und sprachliche Weiterbildung.
Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist die zuständige Institution für die Durchführung der EU-Bildungsprogramme zum beruflichen Lernen in Deutschland. Hauptzielgruppen sind:
Personen in der beruflichen Erstausbildung,
junge Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung (Fachkurse),
Arbeitnehmer und Hochschulabsolventen (berufliche Fortbidung),
Fachkräfte in der beruflichen Bildung (Ausbilder, Sprachlehrer, Berufsbildungsverantwortliche).
Das EU-Programm für lebenslanges Lernen fördert den europäischen Austausch von Lernenden und Lehrenden aller Altersstufen.
LEONARDO DA VINCI ist das Teilprogramm der Europäischen Union im Bereich Aus- und Weiterbildung für junge Menschen in der beruflichen Erstausbildung und junge Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung. Folgende Aktivitäten werden gefördert:
Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
Projekte zum Transfer von Innovationen
Projekte zur Entwicklung von Innovationen
Nähere Informationen zur Antragsstellung finden Sie auf den Seiten der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung.
Individuelle Lernaufenthalte können im Rahmen der sogenannten Pool-Projekte für Personen in der Erstausbildung bzw. mit abgeschlossener Berufsausbildung gefördert werden.
Die EU-Programme GRUNDTVIG und das Studienbesuchsprogramm des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) richten sich speziell an diese Zielgruppe. Ziel der Programme ist es, die Flexibilität der Berufsbildungssysteme zu fördern und Auszubildende sowie junge Berufstätige für Fortbildungen im Ausland zu gewinnen.
GRUNDTVIG ist das europäische Programm für die allgemeine Erwachsenenbildung. Das Programm steht öffentlichen und nicht-öffentlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung wie Einzelpersonen in den europäischen Teilnehmerstaaten offen. Zielgruppe sind ältere Menschen sowie Erwachsene, die ihren Bildungsweg ohne Grundqualifikation abgebrochen haben.
Die neun Aktionsarten des Programms sind darauf ausgerichtet, die Qualität des Bildungsangebots zu verbessern, und neuen Bildungsherausforderungen, die durch demographische Entwicklungen der europäischen Gesellschaften entstehen, zu begegnen:
Weiterbildung für Bildungspersonal,
Freiwilligenprojekte älterer Menschen,
Antragsberechtigt sind die Beschäftigten der genannten Einrichtungen wie Lehrende, Multiplikatoren, Wissenschaftler sowie Lehrkräfte der Erwachsenenbildung und der Jugendarbeit.
Für die Durchführung des Programms in Deutschland ist die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) verantwortlich.
Das Studienbesuchsprogramm CEDEFOP fördert drei- bis fünftägige Aufenthalte einer Gruppe von zehn bis fünfzehn europäischen Bildungs- und Berufsbildungsfachleuten sowie Entscheidungsträgern der Bildungspolitik in einem Gastland, die einen bestimmten Aspekt des lebenslangen Lernens in diesem Land untersuchen wollen.
Für das Bewerbungsverfahren der deutschen Teilnehmer ist die Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst zuständig.
Nähere Informationen auf den Webseiten der CEDEFOP.