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Fach- und Führungskräfte aus Deutschland

Immer mehr Firmen sind sogenannte 'Global Players', d. h. sie sind nicht nur auf dem deutschen Markt vertreten, sondern bieten ihre Dienstleistungen und Waren weltweit an. Das erfordert entsprechend ausgebildetes Personal.

Die folgenden Förderprogramme richten sich an zukünftige Fach- und Führungskräfte. Schwerpunkt der Programme bildet die Vermittlung beruflicher Auslandserfahrung und die Ausbildung interkultureller Kompetenzen.

EU-Bildungsprogramme

Ziel der EU-Bildungsprogramme ist die berufliche Qualifizierung vor allem junger Menschen für das zusammenwachsende Europa durch berufliche und sprachliche Weiterbildung.

Nationale Agentur Bildung für Europa

Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist die zuständige Institution für die Durchführung der EU-Bildungsprogramme zum beruflichen Lernen in Deutschland. Hauptzielgruppen sind:

Personen in der beruflichen Erstausbildung,

junge Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung (Fachkurse),

Arbeitnehmer und Hochschulabsolventen (berufliche Fortbidung),

Fachkräfte in der beruflichen Bildung (Ausbilder, Sprachlehrer, Berufsbildungsverantwortliche).

Das EU-Programm für lebenslanges Lernen fördert den europäischen Austausch von Lernenden und Lehrenden aller Altersstufen.

LEONARDO DA VINCI

LEONARDO DA VINCI ist das Teilprogramm der Europäischen Union im Bereich Aus- und Weiterbildung für junge Menschen in der beruflichen Erstausbildung und junge Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung. Folgende Aktivitäten werden gefördert:

Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Projekte zum Transfer von Innovationen

Partnerschaften

Projekte zur Entwicklung von Innovationen

Netzwerke

Vorbereitende Besuche

Nähere Informationen zur Antragsstellung finden Sie auf den Seiten der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

 

Individuelle Lernaufenthalte können im Rahmen der sogenannten Pool-Projekte für Personen in der Erstausbildung bzw. mit abgeschlossener Berufsausbildung gefördert werden.

Programme für Ausbilder und Berufsbildungsverantwortliche

Die EU-Programme GRUNDTVIG und das Studienbesuchsprogramm des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) richten sich speziell an diese Zielgruppe. Ziel der Programme ist es, die Flexibilität der Berufsbildungssysteme zu fördern und Auszubildende sowie junge Berufstätige für Fortbildungen im Ausland zu gewinnen.

GRUNDTVIG

GRUNDTVIG ist das europäische Programm für die allgemeine Erwachsenenbildung. Das Programm steht öffentlichen und nicht-öffentlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung wie Einzelpersonen in den europäischen Teilnehmerstaaten offen. Zielgruppe sind ältere Menschen sowie Erwachsene, die ihren Bildungsweg ohne Grundqualifikation abgebrochen haben.

Die neun Aktionsarten des Programms sind darauf ausgerichtet, die Qualität des Bildungsangebots zu verbessern, und neuen Bildungsherausforderungen, die durch demographische Entwicklungen der europäischen Gesellschaften entstehen, zu begegnen:

vorbereitende Maßnahmen,

Besuche und Austausche,

Assistenten,

Weiterbildung für Bildungspersonal,

Workshops,

Lernpartnerschaften,

Freiwilligenprojekte älterer Menschen,

multilaterale Projekte,

multilaterale Netzwerke,

flankierende Maßnahmen.

 

Antragsberechtigt sind die Beschäftigten der genannten Einrichtungen wie Lehrende, Multiplikatoren, Wissenschaftler sowie Lehrkräfte der Erwachsenenbildung und der Jugendarbeit.

Für die Durchführung des Programms in Deutschland ist die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) verantwortlich.

CEDEFOP Studienbesuche

Das Studienbesuchsprogramm CEDEFOP fördert drei- bis fünftägige Aufenthalte einer Gruppe von zehn bis fünfzehn europäischen Bildungs- und Berufsbildungsfachleuten sowie Entscheidungsträgern der Bildungspolitik in einem Gastland, die einen bestimmten Aspekt des lebenslangen Lernens in diesem Land untersuchen wollen.

Für das Bewerbungsverfahren der deutschen Teilnehmer ist die Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst zuständig.

 

Nähere Informationen auf den Webseiten der CEDEFOP.

Weiterbildung für Fachkräfte

Auslandsmitarbeiter von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit

Die Seminare bereiten Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen auf die Ausreise, die Arbeit und das Leben in den Entwicklungsländern vor. Das drei-Monats-Seminar, ist in mehrere Einzelprogramme unterteilt, die einzeln oder in beliebiger Kombination gebucht werden können. Veranstalter ist die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) der InWEnt.

 

Fachkräfte in der Jugendarbeit

Das Deutsch-Japanische Studienprogramm für Fachkräfte der Jugendarbeit richtet sich an Fachkräfte, die in der Jugendarbeit tätig sind. Jedes Jahr werden zwei Fachdelegationen zu unterschiedlichen Themen nach Japan bzw. Deutschland eingeladen, denen im jeweils anderen Land die Rahmenbedingungen der Jugendarbeit vorgestellt werden. Die Teilnehmenden besuchen Einrichtungen der Jugendarbeit, treffen Jugendliche vor Ort, können deren Probleme kennen lernen und haben so die Möglichkeit, daraus Erkenntnisse für die Arbeit im eigenen Land zu ziehen und die nationale Jugendarbeit weiter zu entwickeln.

Lehrkräfte für Fremdsprachen

Die folgenden Austausch- bzw. Fortbildungsprogramme des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) richten sich an Lehramtsstudierende, Berufseinsteiger oder Lehrkräfte mit jahrelanger Unterrichtserfahrung im Fremdsprachenunterricht:

 

Das Austauschprogramm Fremdsprachenassistenzkräfte im Ausland ermöglicht Studierenden aus Deutschland, an einer ausländischen Bildungseinrichtung im Deutschunterricht mitzuwirken. Durch die Hospitation in anderen Unterrrichtsfächern können sie Unterrichtserfahrungen für ihre spätere Tätigkeit als Fremdsprachenlehrer sammeln.

Das Programm Hospitationen für Fremdsprachenlehrkräfte in Frankreich, Großbritannien und Spanien richtet sich an Fachlehrkräfte aus Deutschland, die Französisch, Englisch oder Spanisch in der Sekundarstufe I oder II oder in der Grundschule unterrichten. Die Teilnehmer hospitieren während des Schuljahres zwei bis drei Wochen an einer Gastschule und gestalten den Unterricht mit.

Das COMENIUS-Assistenzzeiten Programm richtet sich an angehende Lehrkräfte, die ein Unterrichtspraktikum im europäischen Ausland absolvieren möchten. Als Assistenzkraft haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Sprachenkenntnisse zu vertiefen und Unterrichtserfahrungen im Hinblick auf ihren künftigen Beruf als Fremdsprachenlehrer zu sammeln.

Fremdsprachlich ausgerichtete Fortbildungskurse für Lehrkräfte aus Deutschland können im Rahmen der COMENIUS-Lehrerfortbildung gefördert werden, wenn Kenntnisse in weniger verbreiteten und unterrichteten Sprachen erworben, entsprechende Sprachkenntnisse ausgebaut oder bei Zielsprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch didaktische oder methodische Fähigkeiten, die Fremdsprache zu unterrichten, verbessert werden.

DeutschMobil Programm

Die Robert Bosch Stiftung entsendet in Kooperation mit der Föderation der Deutsch-Französischen Häuser in Frankreich und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) jährlich zehn Lektoren zum Gastunterricht an französische Schulen. Vorrangiges Ziel der Initiative 'Deutsch Mobil' ist es, dem oft einseitigen Deutschlandbild französischer Schüler ein attraktiveres, freundlicheres und aktuelleres Bild entgegenzusetzen. Gleichzeitig sollen die Unterrichtsstunden den Schülern als Orientierungshilfe für die Fremdsprachenwahl dienen.

d.a.i.-Fortbildung für Englischlehrer/-innen

Das Deutsch-Amerikanische Institut Tübingen (d.a.i.) veranstaltet seit 1982 in Zusammenarbeit mit amerikanischen Universitäten ein Fortbildungsprogramm für Englischlehrerinnen und -lehrer.

Lektorenprogramm an Universitäten Osteuropas und Chinas

Mit dem Lektorenprogramm an Hochschulen in Osteuropa und China möchte die Robert Bosch Stiftung junge deutschsprachige Hochschulabsolventen unterstützen, die an Hochschulen in Osteuropa und China unterrichten und Projekte durchführen.

Journalisten

Im Rahmen ihres Programmschwerpunktes "Völkerverständigung" bietet die Robert Bosch Stiftung eine Reihe bilateraler Besuchs- und Stipendienprogramme für Journalisten im europäischen wie außereuropäischen Ausland an:

 

In Zusammenarbeit mit dem Center for Transatlantic Relations at the Johns Hopkins University in Washington, D.C, organisiert die Robert Bosch Stiftung Informations- und Begegnungsreisen für deutsche und amerikanische Journalisten. So erhalten die Redakteure renommierter Regionalzeitungen die Möglichkeit, Kollegen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung des jeweils anderen Landes zu treffen und dadurch Einblicke in die aktuellen Themen vor Ort zu gewinnen.

 

Das Journalistenprogramm zur Vertiefung der deutsch-türkischen Beziehungen richtet sich an deutsche und türkische Journalisten. Das dreiteilige Programm (zwei Wochenendseminare, eine einwöchige Reise in die Türkei bzw. Deutschland) führt die Teilnehmer mit Gesprächspartnern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien des Partnerlandes zusammen. So können die Teilnehmer Hintergrundinformationen aus erster Hand gewinnen. Ziel ist es, eine vorurteilsfreie Berichterstattung über das jeweilige Nachbarland zu fördern. Kooperationspartner des Programms ist das KulturForum Türkei-Deutschland in Köln.

 

Das Japanprogramm für deutsche Journalisten wird in Kooperation mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin und dem Japan Institute for Social and Economic Affairs (Keizai Koho Center) angeboten. Ziel des Programms ist es, eine differenzierte Berichterstattung über Japan in den deutschen Medien zu fördern und zu intensivieren. Bewerben können sich Journalisten aus allen deutschen Medien (Print, TV, Radio, Internet). Es gibt keine Altersgrenze.

 

Die Informationsreise für deutsche Journalisten nach Indien ermöglicht bis zu zehn Journalisten deutscher Regionalzeitungen Einblicke in die politische, gesellschaftliche und ökonomische Wirklichkeit Indiens aus erster Hand. Während der Reise nach Neu Delhi, Bangalore und Hyderabad stehen Gespräche und Diskussionen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und den Medien auf dem Programm.

 

Das Programm Journalisten vor Ort. Medienprojekte Mitteleuropa, Osteuropa und China möchte das berufliche Engagement junger Journalisten für die Berichterstattung aus den Ländern Mittel- und Osteuropas und Chinas gezielt unterstützen und fördern. Ziel des Programms ist es, die Information zwischen Deutschland, seinen östlichen Nachbarn und China im Sinne der Völkerverständigung zu fördern. Förderanfragen zu Projekten wie Informationsreisen, Konferenzen und Seminaren können jederzeit gestellt werden. Mindestens ein zweiter Geldgeber sollte beteiligt sein. Die Förderung von journalistischen Einzelrecherchen ist nicht möglich.

Wissenschaftsjournalisten

Mit ihren Förderprogrammen im Bereich "Wissenschaft und Dialog" möchte die Robert-Bosch Stiftung zur Darstellung von Wissenschaft und ihren Rahmenbedingungen in den Medien und zur Verbesserung der Kommunikation deutscher Wissenschaftler mit der Öffentlichkeit beitragen:

 

Das Programm Journalisten in der Forschung fördert Aufenthalte zur wissenschaftsjournalistischen Recherche von wenigen Wochen bis zu max. drei Monaten Dauer. Förderungsfähig sind Themen aus allen Bereichen der Wissenschaft und Wissenschaftspolitik. Bewerben können sich Journalisten aus Print, Hörfunk und Fernsehen mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung im Wissenschaftsjournalismus. Sie müssen feste Mitarbeiter einer Redaktion sein oder zu ihren wichtigen freiberuflichen Stammautoren zählen.

 

Das Programm Journalisten reisen zur Wissenschaft verfolgt zwei Ziele: einerseits möchte die Robert-Bosch Stiftung junge Journalisten aus regionalen Tageszeitungen für wissenschaftliche Themen und eine mögliche weitere Laufbahn als Wissenschaftsjournalist interessieren, andererseits den Blick erfahrener Wissenschaftsjournalisten auf Wissenschaft und Forschung in der Europäischen Union und besonders in den neuen Mitgliedsstaaten erweitern. Das Programm beinhaltet Reisestipendien zu wissenschaftlichen Fachtagungen und Kongressen sowie Reisekostenzuschüsse für Informationsreisen zu europäischen Forschungsstandorten.

 

Die Initiative Wissenschaftsjournalismus ist ein gemeinsames Programm der Robert Bosch Stiftung, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der BASF SE.
Ziel der Initiative ist die Stärkung einer unabhängigen und hochqualitativen wissenschaftsjournalistischen Berichterstattung in Deutschland. Seit Anfang 2008 bietet die Initiative Wissenschaftsjournalismus Weiterbildungsprogramme und Vernetzungsmöglichkeiten für Wissenschaftsjournalisten an, darunter Einsteigerprogramme, Weiterbildungsseminare, Rechercheunterstützung und Journalistenreisen.

Nähere Informationen zu den Einzelprogrammen finden Sie auf der Website der Initiative Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund.

Kulturmanager in Mittel- und Osteuropa

Das Programm der Robert Bosch Stiftung Kulturmanager in Mittel- und Osteuropa wird in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt und weiteren Partnern durchgeführt und vom Osteuropazentrum der Universität Hohenheim koordiniert. Jährlich erhalten ausgewählte Stipendiaten aus Deutschland die Möglichkeit, als Robert Bosch Kulturmanager für bis zu zwei Jahre Kultureinrichtungen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bei der Erfüllung ihrer Aufgaben konzeptionell und organisatorisch zu unterstützen. Dazu gehören die Initiierung und Durchführung von Kulturprojekten verschiedener Sparten, Mitteleinwerbung, Öffentlichkeitsarbeit und die Weiterentwicklung und internationale Vernetzung der Gastinstitution. Ziel des Programms ist neben der Ausbildung von Nachwuchsführungskräften des internationalen Kulturaustauschs, nachhaltige Strukturen für die Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und seinen Nachbarn in Mittel-, Ost- und Südosteuropa aufzubauen.

Kulturmanager in Ägypten

Das Programm der Robert Bosch Stiftung und des Goethe-Instituts entsendet Stipendiaten aus Deutschland als Kulturmanager an Institutionen in der arabischen Welt. Die Kulturmanager führen neben Kulturveranstaltungen Initiativen durch, um den deutsch-arabischen Dialog zu fördern. Damit soll Nachwuchskräften die Möglichkeit gegeben werden, sich im internationalen Kulturmanagement weiter zu qualifizieren und im internationalen Kulturaustausch Fuß zu fassen.

Fellowship Program in Health Care Policy and Practice

Das Harkness Fellowship Program in Health Care Policy and Practice des Commonwealth Fund ermöglicht erfahrenen Fachleuten mit Interesse an gesundheitspolitischen Fragestellungen – Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Klinikern, Managern und Journalisten – einjährige Forschungsaufenthalte in den Vereinigten Staaten. Neben der Robert-Bosch Stiftung vergeben der Commonwealth Fund und die B. Braun-Stiftung jeweils ein Stipendium jährlich an deutsche Bewerber. Das Programm richtet sich an Hochschulabsolventen mit einschlägigen Berufserfahrungen und sehr guten Englischkenntnissen.

Programme für Buchhändler, Verleger und Literaturübersetzer

Die Ausstellungs- und Messe GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (AuM) bietet deutsch-französische Programme für junge Buchhändler, Verleger und Literaturübersetzer an.

Förderprogramme für Führungskräfte

Heinz Nixdorf Programm zur Förderung der Asien-Pazifik-Erfahrung deutscher Nachwuchsführungskräfte

Das Heinz Nixdorf Programm zur Förderung der Asien-Pazifik-Erfahrung ermöglicht jungen deutschen Nachwuchsführungskräften sechsmonatige Berufspraktika in asiatischen Ländern.

Das Heinz Nixdorf Programm stärkt die Kreativität sowie das unternehmerische Denken und Handeln deutscher Nachwuchsführungskräfte.

Zielgruppe des Programms sind junge deutsche Berufstätige und Absolventen kaufmännischer und technischer Fachbereiche.

Zielländer des Programms:

China

Indien

Indonesien

Japan

Malaysia

Südkorea

Taiwan

Vietnam

Internationales Parlaments-Stipendium

Das Internationale Parlaments-Stipendium (IPS) gibt jährlich etwa 120 qualifizierten, politisch interessierten jungen Menschen aus 28 Ländern Gelegenheit, einen Einblick in politische Entscheidungsprozesse aus erster Hand zu gewinnen und praktische Erfahrungen im Bereich der parlamentarischen Arbeit zu sammeln. Ziel des Programms, das der Deutsche Bundestag in Kooperation mit den drei Berliner Universitäten durchführt, ist es, die Beziehungen Deutschlands mit den teilnehmenden Ländern zu fördern und zu festigen.

Stiftungskolleg für internationale Aufgaben

Das Stiftungskolleg für internationale Aufgaben der Robert Bosch Stiftung fördert hochqualifizierte und zielorientierte Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die eine verantwortungsvolle Tätigkeit in internationalen Einsatzfeldern anstreben. Das Programm bereitet auf einen Berufseinstieg in internationale Organisationen vor, insbesondere auf den Gebieten Außen- und Sicherheitspolitik, Wirtschaftspolitik sowie technisch-naturwissenschaftliche und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit. Während des 13-monatigen Programms arbeiten die Kollegiaten bei internationalen Organisationen mit und bearbeiten dabei eine selbst gewählte praktische Fragestellung der internationalen Zusammenarbeit. Das Programm beinhaltet Seminare zur internationalen Politik sowie zur Entwicklung von Führungskompetenzen.

Bellevue-Programm

Das Bellevue-Programm ermöglicht Nachwuchsführungskräften der obersten Staatsbehörden fachliche Weiterqualifikation, Auslandserfahrung und Begegnung mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern. Während eines 12-monatigen Arbeitsaufenthalts in einem der Partnerländer machen sich die Teilnehmer mit den Verwaltungsstrukturen und den Formen der politischen Willensbildung des Gastlands vertraut. Dabei sollen sie ihre beruflichen Erfahrungen in die Gastbehörde einbringen und eigenverantwortlich Aufgaben übernehmen.

Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg

Mit dem Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg fördert die Robert Bosch-Stifung Nachwuchsführungskräfte aus dem öffentlichen Sektor (öffentliche Verwaltung, öffentliche Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, etc.) aus Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. Durch einen Stipendienaufenthalt in Deutschland erhalten die Kollegiaten die Möglichkeit, sich mit dem Leben und Arbeiten in Deutschland intensiv vertraut zu machen, nachhaltige Kontakte zu knüpfen, berufsqualifizierende Erfahrungen zu sammeln und ihre eigenen beruflichen Schwerpunkte einzubringen. Sie tragen damit zur Zusammenarbeit gesellschaftsrelevanter Institutionen und zum europäischen Integrationsprozess bei. Der Aufenthalt wird durch Seminarphasen und Fortbildungen begleitet.

Internationales Hospitationsprogramm für Weiterbildung und Austausch in der Philanthropie

Das Internationale Hospitationsprogramm für Weiterbildung und Austausch in der Philanthropie des European Foundation Centre (EFC), das von der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit europäischen und amerikanischen Stiftungen entwickelt wurde, ermöglicht Führungskräften gemeinnütziger Organisationen in Europa Hospitationen in anderen europäischen Institutionen. Leiter und Mitarbeiter von Stiftungen und NGOs verbessern ihre beruflichen Kompetenzen durch mehrwöchige Hospitationen in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern und erhalten Gelegenheit, neue internationale Kontakte zu knüpfen. Die Hospitanten konzentrieren sich auf Themen wie Antragsmanagement, Lobbyarbeit oder Fundraising.

Forschungskolleg Frühkindliche Bildung

Die Robert Bosch Stiftung möchte dem Mangel an wissenschaftlichem Nachwuchs in Forschung und Lehre in der Frühpädagogik begegnen.

Das Forschungskolleg Frühkindliche Bildung - Exzellenter Nachwuchs für die Wissenschaft bietet in einem Zeitraum von vier Jahren jährlich 15 Nachwuchswissenschaftlern ein umfassendes, modulares Weiterbildungsprogramm.

Begleitend zu ihrer Qualifizierungsarbeit (Promotion oder Habilitation) erhalten die Nachwuchswissenschaftler innerhalb von 24 Monaten zahlreiche individuell zugeschnittene Weiterbildungsangebote in Modulform rund um das Thema frühkindliche Bildung.

Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin

Ein Schwerpumkt der Förderprogramme des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin liegt auf der Ausbildung zukünftiger Führungskräfte beider Länder:

Das Austauschprogramm für Junior-Experten richtet sich an zukünftige Führungskräfte öffentlicher Forschungsinstitutionen oder -abteilungen privater Unternehmen in Deutschland und Japan. Bei Besuchen im jeweils anderen Land soll das gegenseitige Verständnis gefördert werden sowie ein reger Wissens- und Meinungsaustausch stattfinden.

Das Young Leaders Forum richtet sich Nachwuchsführungskräfte aus Deutschland und Japan im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Ziele des Programms sind die Förderung der deutsch-japanischen Zusammenarbeit und der Ausbau der bilateralen Beziehungen. Im Rahmen eines Sommer-Kurses zu einem sozio-politisches Thema mit hoher Relevanz für beide Länder findet ein interdisziplinärer Wissens- und Erfahrungsaustausch statt. Während einer Exkursion lernen die Teilnehmer einige Institutionen und Unternehmen in ihrem regionalen Umfeld kennen. Der Veranstaltungsort wechselt jährlich zwischen Deutschland und Japan.

Weitere Organisationen

Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. ist ein Netzwerk von Organisationen zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit, des freiwilligen sozialen Jahres und außerschulischer Jugend- und Ausbildungsaktivitäten.

 

Arbeit und Leben e.V. (AuL) ist eine Einrichtung der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Volkshochschulen, deren Institutionen im Bereich der Erwachsenenbildung tätig sind.

 

Gustav Stresemann Institut für übernationale Bildung und europäische Zusammenarbeit e.V. (GSI) ist ein überparteiliches Zentrum für Weiterbildung, Konferenzen und Interaktionen.

 

Ausstellungs- und Messe GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (AuM) bietet Stipendienprogramme für Buchhändler und Verleger.

 

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