In einer Zeit fortschreitender globaler Vernetzung gewinnen interkulturelle Kompetenzen in vielen modernen Berufsbildern zunehmend an Bedeutung. Für Schüler, Auszubildende, Berufsanfänger und junge Berufstätige, die sich für einen Auslandsaufenthalt interessieren, ein Berufspraktikum im Ausland absolvieren oder einfach nur ihre Fremdsprachenkenntnisse festigen oder erweitern möchten, gibt es zahlreiche Informationsangebote und Fördermöglichkeiten. Auf den folgenden Seiten stellt DKI eine Übersicht der wichtigsten Informationsbörsen und Förderprogramme zusammen:
Im Rahmen der internationalen Qualifizierung von deutschen Fach- und Nachwuchskräften bietet die InWEnt gGmbH verschiedene Austausch- und Stipendienprogramme zur beruflichen Weiterbildung im Ausland an. Kernstück der Weiterbildung ist meist die Praxiserfahrung in ausländischen Institutionen und Unternehmen:
Fach- und Nachwuchskräfte, die sich für eine Weiterbildung/Qualifizierung interessieren, können sich auf der Seite "weltweit Lernen" gezielt über das aktuelle Programmangebot informieren:
Ein zentrales Produkt der Informations- und Beratungsstelle (IBS) ist die jährlich in aktualisierter Form erscheinende Broschüre "Weiterbildung ohne Grenzen". Sie enthält rund 170 Angebote zur beruflichen Auslandsqualifizierung für deutsche Nachwuchskräfte von über 70 Organisationen.
Für Absolventen und junge Berufstätige gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich im Ausland weiterzubilden, in die Praxis einzusteigen oder auch zu arbeiten:
ein spezielles Programm für Nachwuchskräfte im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit ist das ASA-Programm. Es vermittelt dreimonatige Arbeitsaufenthalte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa und vergibt hierfür Teil-Stipendien. Bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen und Berufstätige mit nicht-akademischem Abschluss.
das Programm Praxiserfahrung weltweit richtet sich an Studierende und Bachelorabsolventen deutscher Fachhochschulen aus den Fachbereichen der Wirtschaft und der (angewandten) Technik.
Die Sequa GmbH, ein gemeinnütziges, weltweit tätiges Entwicklungsunternehmen der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (DIHK, ZDH, BDA und BDI) vergibt Mobilitätszuschüsse an Auszubildende, IHK- bzw. HWK-Absolventen/innen und Handwerker, die ein Berufspraktikum im Ausland absolvieren möchten. Die Mobilitätsprogramme der Sequa GmbH werden aus Mitteln des LEONARDO DA VINCI-Programms der Europäischen Union im Bereich der beruflichen Bildung gefördert. Ziel der Programme ist es, Auszubildenden, Berufsanfängern und jungen Berufstätigen Möglichkeiten zu eröffnen, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln und so andere Arbeitsumfelder und Kulturen kennenzulernen.
Das Europäische Mobilitätsprogramm "SINDBAD" richtet sich an Auszubildende, die die Arbeitswelt und Kultur eines EU-Nachbarlands (einschl. Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei) im Rahmen eines Berufspraktikums kennenlernen möchten. Die Praktika und Betriebsbesuche sind als 3 bis 12 Wochen dauernde Gruppenmaßnahmen organisiert.
Das Förderprogramm für Lernaufenthalte in Madrid und London "TRANSDUAL" fördert Praktika und Betriebsbesuche in der britischen bzw. spanischen Hauptstadt als 3 bis 24 Wochen dauernde Gruppenmaßnahmen. Auszubildende haben die Möglichkeit, die spanische bzw. britische Kultur kennenzulernen und ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.
Das Europäische Mobilitätsprogramm "ODYSSEUS" richtet sich speziell an IHK-Absolventen/innen und gewährt einen länderabhängigen Zuschuss für ein 26-wöchiges Praktikum, das in einem Betrieb oder an einer Schule in ganz Europa geleistet werden kann.
Das Europäische Mobilitätsprogramm "SESAM" richtet sich an Handwerker, die im Berufsleben stehen und sich für ein Betriebspraktikum im Ausland interessieren. Gewährt wird ein länderabhängiger Zuschuss für ein 26-wöchiges Praktikum, das in einem Betrieb oder an einer Schule in ganz Europa geleistet werden kann.
Das Deutsch-Japanische Austauschprogramm für junge Berufstätige bietet jungen Berufstätigen und Auszubildenden zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit, das jeweils andere Land zu besuchen.
Das Austauschprogramm für deutsche und französische Nachwuchsjournalisten der Robert Bosch Stiftung richtet sich gezielt an Nachwuchsjournalisten in der Berufsausbildung bzw. an Berufsanfänger. Je zehn deutsche bzw. französische Nachwuchsjournalisten erhalten im Rahmen eines zwei- bis dreiwöchigen Praktikums bei einem Nachrichtenmedium im Nachbarland (Fernsehen, Print, Radio, Internet) die Möglichkeit, journalistische Alltagspraxis zu sammeln und auch nach Ende des Praktikums aufgrund ihrer Erfahrungen und Kontakte differenziert deutsch-französische Themenbereiche bearbeiten zu können.
Auslandspraktika eröffnen jungen Menschen nicht nur die Möglichkeit die Arbeitswelt kennenzulernen, sondern sie eignen sich auch interkulturelle Kompetenz im Umgang mit fremden Mentalitäten und Arbeitswelten an.
Die wichtigsten Anlaufstellen und Praktikumsbörsen:
Eine übersichtliche Erstinformation über die unterschiedlichen Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt durchzuführen bietet die Webseite "Wege ins Ausland", die zu folgenden Institutionen führt:
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD),
Internationaler Jungendaustausch- und Besucherdienstdienst der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB),
Pädagogischer Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD),
Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit (ZAV),
Internationale Weiterbildung und Entwicklung gemeinnützige GmbH (InWEnt).
Vorgestellt werden internationale Programme, Projekte und Qualifizierungsangebote oder Jobs und Praktika, Studium und Freiwilligendienste. Außerdem informiert ein Veranstaltungskalender über die wichtigsten Messen und Bildungsbörsen.
Die Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Auslandsqualifizierung (IBS) im Hause von Inwent ist die zentrale Servicestelle im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die berufliche Auslandsqualifizierung. Sie informiert und berät zu allen Fragen rund um das Thema berufliche Weiterbildung im Ausland – von der Programmauswahl über die Finanzierung bis zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt. Einen ersten Überblick über das Programmangebot deutscher und internationaler Organisationen für junge Fach- und Führungskräfte aus Deutschland ermöglicht die Datenbank "Weiterbildung ohne Grenzen".
Auf der neuen IJAB-Website "Raus von zuhaus" findet man alles von A-Z zum Thema Auslandsaufenthalte und internationale Begegnungen.
www.rausvonzuhaus.de/cgi-bin/anbieter.asp
Die Auslandshandelskammern bieten (meist gegen Entgelt) einen Vermittlungsservice für Unternehmenspraktika im Ausland.
www.ahk.de
Das DFJW bietet vielfältige Informationen zu Ferienjobs und Praktika.
www.dfjw.org/page.php
Die Praktikumsbörse veröffentlicht weltweite Praktikumsangebote und -gesuche
praktikums-boerse.de
Die beiden Organisationen DEFTA (Deutsch-französische Vereinigung für Teilnehmer an Arbeitsaufenthalten) und AFASP (Association franco-allemande pour les stagiaires professionnels) bieten eine Deutsch-Französische Praktika Austauschbörse an.
www.afasp.net/willkommen.html
Die Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Auslandsqualifizierung (IBS) im Hause von Inwent stellt auf ihren Seiten Informationen zur Arbeitssuche im Ausland sowie zu Stellenbörsen, Aupair-Aufenthalten und Workcamps zusammen. Das Informationsangebot richtet sich an:
Absolventen und junge Berufstätige
Interessierte, die kein für sie passendes Angebot finden sollten, können sich auch direkt an die Informations- und Beratungsstelle wenden.
Das CrossCulture-Programm des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) richtet sich an Teilnehmer/innen aus der islamischen Welt und aus Deutschland. Es bietet jungen Berufstätigen, Berufsanfänger/innen und freiwillig Engagierten in nichtstaatlichen Organisationen und Institutionen sowie in den Medien die Möglichkeit, ihre professionellen und internationalen Kompetenzen im Rahmen von CrossCulture-Praktika zu entwickeln.